„Selig, die Frieden stiften“
04. Dez 2014 – 19:30 Uhr , Magdalenenkirche Milz
Milzer Hauptstraße
98630 Milz
Eine Reihe des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Meiningen in Zusammenarbeit mit der Leserinitiative Publik e.V.
Friede auf Erden. Die Hirten hörten diese Kunde der Engel mitten in der Nacht auf freiem Feld. Sie ließen alles stehen und liegen, sie eilten der Himmelsbotschaft hinterher und fanden ein Kind in der Krippe, klein und wehrlos: Jesus von Nazareth. „Selig, die Frieden stiften“, das sagte er später in seiner Bergpredigt. Ein Hoffnungswort für diejenigen, die unter Gewalt leiden. Eine Ermutigung für alle, die sich für Frieden einsetzen. Eine Anklage gegen die, die Hass säen. Jesus selbst hat Gewaltlosigkeit und Feindesliebe vorgelebt. Sein Beispiel ist auch heute für Viele ein Ansporn, sich Kriegstreibern entgegenzustellen und Wege der Versöhnung zu suchen. In ihrem Einsatz wissen sie sich mit Menschen auf der ganzen Welt verbunden, egal welcher Herkunft, welchen Glaubens oder welcher Weltanschauung.
Die Sehnsucht nach Frieden ist in den Herzen verwurzelt, unausrottbar, nicht kleinzukriegen. Doch der Blick auf die Realität, macht oft hilflos. Wir hören von „Unruheherden“, „Krisenregionen“, „Konfliktgebieten“ und können die dahinter stehenden Verwicklungen kaum durchschauen. Wir sehen erschütternde Bilder, das Leid geht uns nahe – aber es ist weit weg. Und gleichzeitig sind wir mitten drin: Die Politik diskutiert über Waffenlieferungen in Kriegsgebiete. Menschen ertrinken an den Grenzen Europas auf der Flucht vor Gewalt. Kriegsflüchtlinge suchen Aufnahme in unseren Städten und Gemeinden. Unser Land profitiert von wirtschaftlichen Beziehungen zu Staaten, in denen Menschen entrechtet sind.
Selig, die Frieden stiften. Der Satz Jesu ist aktuell wie eh und je. Doch können wir der Herausforderung, die darin steckt, in unserer Zeit überhaupt gerecht werden?
Die Kanzelredner und -rednerinnen fragen nach Perspektiven für den Frieden. Sie machen sich auf die Suche nach Hoffnungszeichen wider die Resignation und überlegen, wie wir gemeinsam für eine friedvolle Welt eintreten können. Die Reden werden im Rahmen einer Andacht in verschiedenen Kirchen des Kirchenkreises Meiningen gehalten. Anschließend sind alle Interessierten herzlich zur Diskussion eingeladen.
U.a. mit Christine Hoffmann: Von der Sehnsucht nach Versöhnung und der Praxis der Geschwisterlichkeit: Friedenssuche im Irak